Berichte

4. Asylgipfel

Am 08. Juli nahmen 2 Personen unseres Patenprojekts am 4. Asylgipfel der bayerischen Helferkreise in München statt – sehr interessante Themen! Hier findet ihr den Bericht einer Teilnehmerin und hier die Zusammenfassung der Veranstalter.
Warum arbeiten wir noch als ehrenamtliche Unterstützer – trotz Frustrationen, Erschöpfung und immer höher werdender Hürden von Seiten der Politik?

Motivation
Jost Herrmann

Nationenfest 2017

Nationenfest 2017 1    Nationenfest 2017 3  Nationenfest 2017 4

Nationenfest 2017 2

Vielen Dank an alle, die sich am Nationenfest an unserem Stand beteiligt oder uns besucht haben!!! 🙂

Es gab leckeres Essen aus dem Senegal und aus Afghanistan, viele Informationen zur Situation der Asylbewerber bei uns, ein gemütliches Plätzchen zum Ratschen und Freunde treffen, ein Kinderquiz und ganz tolle Taschen der Selbsthelfer (gemeinschaftlich genäht von Menschen verschiedener Herkunft), die man für eine kleine Spende mitnehmen konnte. Wer bei den Selbsthelfern mitmachen möchte – mit oder ohne Nähkenntnisse: Treffen ist immer donnerstags ab 15.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus. Wer uns sonst irgendwie unterstützen möchte, kann sich jederzeit bei uns melden. Wir freuen uns auf euch! 🙂

Es reicht

 

 

Zeitgleich zum Nationenfest fanden in ganz Bayern Demos für Ausbildung und Arbeit statt Abschiebepolitik statt.

Auch wir haben uns auf dem Nationenfest mit einer kleinen Aktion daran beteiligt. Vielen Dank an alle, die dabei waren!!! 🙂

Aktion Nationenfest

 

Fit&Fun-Lauf (April 2017)

Lauf

Schee war’s!!! Herzlichen Dank an alle, die mitgelaufen sind! 🙂

Plakat-Benefiz-Lauf-2017-DinA4-Internet-212x300Wasserburg (kr) – Ideale Bedingungen fanden die knapp über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter auch einige Kinder, beim 3.  Benefiz-Lauf des Sportparks Fit&Fun vor. Der Erlös geht wieder an das Wasserburger „Patenprojekts Asyl“. Schirmherrin Gertraud Rottenwaller, die auch mit einigen der von ihr betreuten Pakistani vor Ort war und selbst mitlief, zeigte sich dann auch nicht nur wegen der gut 500 Zusammengekommenen Euros hoch zufrieden, sondern auch wegen der lockeren Stimmung bei bestem Wetter.

Laufen, Walken oder Joggen, das war auf der zu wählenden Fünf- oder Zehn-Kilometer-Strecke, die wieder durch die reizvolle Landschaft östlich von Wasserburg führte, egal. Hauptsache Spaß sollte es machen. Deshalb gab es auch keinen Massenstart, sondern wer zwischen 9 und 11 Uhr, vorbeikam, lief nach der Anmeldung los. Der Startschuss für den Kinderlauf, die Jüngsten hatten eine Strecke von einem Kilometer zu bewältigen, erfolgte allerdings für alle kurz nach 10 Uhr. Auch Gruppen waren vertreten, darunter auch die Reha-Gruppe des Fit&Fun, die trotz ‚Knie‘, ‚Rücken‘ oder ‚Hüfte‘ mit einheitlichen T-Shirts antrat und deren Mitglieder zum Teil sehr flott auf der Strecke unterwegs waren.

2017-04-30 fit und fun Lauf (kr) (2)

Bastian Möll, der das Organisatorische des Vormittages abwickelte und selbst bei den Kleinsten mitlief, freute sich über die Beteiligung, die etwas höher lag als beim letzten Mal.  Dass der Benefizlauf auch im nächsten Jahr wieder stattfinden wird, war er sich zudem sicher.

2017-04-30 fit und fun Lauf (kr) (1)

Schirmherrin Gertraud Rottenwaller zeigte sich hochzufrieden, dass so viele Leute wieder einmal das Patenprojekt unterstützten und lobte vor allem auch das Engagement der Organisatoren um Manuel Kebinger. Ebenso dankte sie den Helfern und Teilnehmern beim Laufe für das Mitfinanzieren von Sportgeräten und Deutschkursen auf diese Weise. Allerdings bedauerte sie die derzeitige Praxis, auch die willigsten, eifrigsten integriertesten Asylbewerber nach so viel Bemühungen und ehrenamtlichem Engagement der Helfer und Paten einfach wieder abzuschieben. Sie wünschte sich am liebsten ein Mitspracherecht bei solchen Verfahren.

Karlheinz Rieger

 

Nähen mit den Selbsthelfern

Seit Februar 2017 trifft sich im evangelischen Gemeindehaus eine Gruppe der Selbsthelfer. Wasserburger und Menschen aus aller Welt treffen sich immer am Donnerstagnachmittag und nähen für Flüchtlinge Dokumententaschen. Diese werden dann an die Bewohner der neuen Unterkunft weitergegeben.

Selbsthelfer 2

Ein sehr schönes Projekt, das viel Spaß macht! 🙂

Selbsthelfer 1

Wenn ihr feste Stoffe, Nähseide oder eine Nähmaschine habt, die ihr für dieses Projekt spenden wollt oder wenn ihr selbst mitmachen wollt, dann meldet euch doch einfach über das Kontaktformular.

Vielen Dank und viel Spaß! 🙂

 

Sternfahrt nach München am 04.04.2017

Aus Protest gegen die Arbeitsverbote für Asylbewerber und gegen die Abschiebungen nach Afghanistan trafen sich viele HelferInnen und Asylsuchende aus Wasserburg und Schnaitsee am Bahnhof in Wasserburg zum Gruppenfoto der Helferkreise rund um München. Zeitgleich fuhren dann Vertreter von über 100 Helferkreisen nach München.

img-20170304-wa00001

Herzlichen Dank an alle, die in Wasserburg dabei waren ….

gruppenbild-klein

… und in München an der Veranstaltung auf der Theresienwiese teilgenommen haben! Wahnsinn!!! 🙂
Ca. 1000 Leute versammelten sich an der Bavaria für ein großes Gruppenfoto, das ebenso wir die Fotos der einzelnen Helferkreise an Herrn Seehofer und Innenminister Herrmann mit den Forderungen weitergeleitet wird.Gemeinsam sind wir viele, die diese Politik nicht mittragen!Die Abendzeitung und der Bayerische Rundfunk berichteten über dieses Thema.
Auch im ovb erschien am 06.03. ein ganzseitiger Artikel.
Schaut mal! 🙂

 

Und im Mai 2017:

Sternfahrt update

Das Blumenboot am Inn

Februar 2016

Postkarten Patenprojekt
Unsere Postkarten!

An der Plätte (= am Schiff) am Inndamm ist ein wunderschönes Projekt entstanden:

Gemeinsam mit Daniella Reißmann vom Blumengeschäft „Stielblüte“ und Karin Friedrich vom Patenprojekt gestalteten 2 Männer und 4 Frauen aus Eritrea kunstvolle Blumengirlanden, die jetzt das Schiff schmücken.

Die Idee:

Blumen am Inndamm

„das boot

steht bei diesem gemeinschafts-projekt
mit flüchtlingen

für eine lange reise voller furcht

angekommen sind wir noch lange nicht

aber für die unterstützung und die begegnungen
mit so vielen hilfsbereiten menschen
die kostbaren momente, in denen wir lachen können
und die uns kurz vergessen lassen, was wir alles zurücklassen mussten

dafür sagen wir in der universellen sprache der blume

danke!“

Am vergangenen Sonntag verweilten einige Spaziergänger und kamen mit den asylsuchenden Menschen ins Gespräch. Schön! 🙂

Blumen am Inndamm 2
Fotos: Rieger

ArrivalAid

Beim Patentreffen im Mai informierte uns Herr David Offenwanger von ArrivalAid über die Möglichkeiten, Asylbewerber bei der Vorbeitung auf die Anhörung des BaMF (das große Interview) zu unterstützen.

Vielen Dank für die wertvollen Tipps und die Tätigkeit von ArrivalAid! 🙂
ArrivalAid bildet Ehrenamtliche dazu aus, Asylbewerber auf die Anhörung vorzubereiten und sie dorthin zu begleiten. Weitere Informationen dazu findet ihr bei ArrivalAid und auf unserer Seite Informationen.

Ostern

Ostern PakistanAm 11.März haben bei den Pakistanern „Vorbereitungen“ für Ostern begonnen unter „fachkundiger“ Anleitung von Eduard, Pia, Helena mit ihren Kindern und mir:

Der mit ein paar Möbeln jetzt gemütlich eingerichtete Wohnraum im 1. Stock des Moduls wurde mit einem Palmzweigstrauß und selbst verzierten Ostereiern dekoriert.
Schon das Ausblasen der Eier war ungewohnt und es wurde viel gelacht. Die anfangs zögerlichen  Dekorationsversuche wurden zunehmend kreativer, der Kreis der Teilnehmer vergrößerte sich im Lauf des Nachmittags durch Mundpropaganda. Ostern Pakistan 1

Zum krönenden Abschluss des Nachmittags zauberte Eduard aus den Eiern einen Kaiserschmarrn, der mit Zwetschgenkompott und Apfelmus gemeinsam verzehrt wurde.

Uschi aus dem Pakistaner-Helferkreis

 

Interkulturelle Kommunikation

Vielen Dank an Herrn Jochen Fischer, der uns bei unserem Patentreffen im März 2016 schon zum 2. Mal auf sehr unterhaltsame und beeindruckende Weise interkulturelles Verständnis näher gebracht hat. Die Kultur, die Werte und Normen und wie man das wahrnimmt, was geschieht, all das ist ganz fest im Menschen verankert. Interkulturelle Missverständnisse sind eher die Regel als die Ausnahme. So ist es wichtig, sensibel dafür zu sein, gelegentlich den Standpunkt wechseln zu können und eigene Vorurteile zu hinterfragen. Und im Kontakt zu bleiben! 🙂

 

Ausflug zur Herreninsel

Herreninsel 2Herreninsel 1

 

 

… mit einer syrischen Familie und Begegnung mit buddhistischen Mönchen. 🙂

Basketball

Basketball Pakistan
Am 30.01.2016 hatten wir durch den TSV Wasserburg die Möglichkeit, in der Turnhalle der Physiotherapieschule ein Basketballtraining anzubieten.
Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit Frau Ulla Prantl, haben sich 4 Basketballer dazu bereit erklärt, „unsere“ pakistanischen Flüchtlinge zu trainieren.
Der Vormittag verlief hervorragend und alle hatten sichtlich große Freude. Das Ganze kam so gut an, dass bereits ein weiterer Termin vereinbart wurde.
Zum Ende hin wurde ein Wettbewerb gestartet: wer mehr Körbe wirft, erhält ein echtes TSV Trikot mit der Unterschrift der 4 anwesenden Basektballer. Des weiteren haben wir einige Freikarten für das Bundesliga-Spiel der Damen für die Badria Halle erhalten.
Basketball Pakistan 2
Die pakistanische Herren waren absolut begeistert und haben unsere Damenmannschaft nach besten Kräften angefeuert. Das Trikot wurde am Abend noch von der gesamten Damenmannschaft signiert, ein wirklich gelungener Tag für alle Beteiligten.
 Radim Hruska

Selbstfreundschaft in Zeiten des Helfens

Am 25.01.2016 präsentierte uns Dr. phil. Florian Huber aus Bad Endorf im Rahmen unseres Patentreffens Gedanken und Reflexionen zum Thema

„Vom Sinn der Selbstfreundschaft in Zeiten des Helfens“

Es war ein sehr guter Vortrag und eine angeregte Diskussion über Motive, helfen zu wollen, über die Symptome von Erschöpfung der Helfer und über Wege, zu helfen und dabei mit sich selbst befreundet zu bleiben. Vielen Dank! 🙂

Ausflug nach Gars

Ausflug Pakistan

Bei nasskaltem Schmuddelwetter machten sich 3 Autos mit einer Gruppe aus dem Pakistaner-Modul, 3 Mitgliedern des Helferkreises und Freunden und Familienmitgliedern auf den Weg nach Gars ins Klostercafe – dabei erweiterte sich unser Englisch-Wortschatz um „monk“, „nun“ , „monastery“ und der Deutsch-Wortschatz der Pakistaner kam ebenfalls nicht zu kurz. Mit typisch deutschen Torten und italienischem Cappuccino wärmten wir uns erstmal auf, warfen vor der Weiterfahrt noch einen Blick auf den Klostergarten und zeigten die reich barock ausgestaltete Klosterkirche.

Unser Hauptziel war aber die Krippenlandschaft in Gasteig, zwischen Gars und der B12 – für magere 1,50 € erklommen wir die Stufen zum 1. Stock des Stadels, in dem Peter Gasteiger jedes Jahr vor Weihnachten aus einem großen Fundus Krippenfiguren und alpenländischen Häusern eine Krippenlandschaft aufbaut. Es wurde fotografiert, urdu, englisch und deutsch gefachsimpelt und viiiiiel fotografiert.

Ausflug Pakistan 2

Allen, die zum Gelingen dieses schönen Nachmittags beigetragen haben (u.a. auch der Zuschuss für das leibliche Wohl von der evangelischen Kirche!!!), ein herzliches Dankeschön!

Uschi Götzinger

 

 

 

Ausflug zum Breitenberghaus

14.Gruppenbild

Gemeinsam mit Hassan und Yasif von „Heimaten e.V.“ unternahmen Irene und Emmeran am 24.12.15 einen tollen Ausflug zum Breitenberghaus mit insgesamt 17 Teilnehmern aus verschiedenen Unterkünften.

50 SchützenmeisterAlle hatten viel Spaß und waren begeistert – von der Aussicht und vom bayerischen Brauchtum mit Böllerschützen und Bläsergruppe.

Vielen Dank für euer Engagement und viel Spaß bei weiteren gemeinsamen Unternehmungen – den Blick in die Ferne schweifen lassen, die Aussicht genießen und einfach mal DA SEIN DÜRFEN! Das ist auch Integration! 🙂

24 oben angekommen

Christkindlmarkt in Wasserburg

20151212_180941[1]

Das Theater Wasserburg, das Kino Utopia und der Theaterkreis zeigten Fotos von Tamara Crimmann und Interviews von Flüchtlingen aus Wasserburg und Umgebung, die von Schauspielern eingesprochen wurden. Alles wurde zu einer Diashow verarbeitet, die man sich am Stand anschauen und mit Kopfhörern anhören konnte.

In der Wasserburger Stimme könnte ihr mehr dazu lesen.

Schwimmkurs

?
Foto: Rieger

Endlich schwimmen! 🙂

In den ersten beiden Augustwochen fand im Badria ein Schwimmkurs für 9 junge Männer statt. Es hat viel Spaß gemacht! Langstreckenschwimmer sind sie zwar noch nicht, aber jeder kann sich für kurze Zeit und für ein paar Schwimmzüge sicher über Wasser halten. Herzlichen Dank an den Schwimmlehrer Mehdi und die vhs!

Gibt es noch weitere Interessenten bei den Asylbewerbern für einen Schwimmkurs? Dann meldet euch doch über den Blog. Bei Bedarf kann ein weiterer Schwimmkurs eingerichtet werden.

Nationenfest 2015

Nationenfest 2015 2
Fotos: Rieger und Raithel

Schön war’s – trotz des gelegentlichen Regens! 🙂

Herzlichen Dank an

  • alle die mit uns gegessen und gefeiert haben!
  • unsere Köche Hassan aus Afghanistan, Idrissa aus Mali und Suheila, die mit uns die Rezepte aus ihrer alten Heimat teilt!
  • Maria und Mike Schmid-Oehlke vom Herrenhaus, die uns so toll unterstützt haben und uns den wunderbaren, regengeschützten Platz zur Verfügung gestellt haben!
  • SPEXX für das klasse Banner!
  • die hauptamtlichen Asylsozialarbeiter der Caritas und ihr Quiz für Kinder!
  • die Klasse BIJV der Berufsschule Wasserburg, die die Plakate für das Quiz gestaltet hat!

    Nationenfest 2015 6

  • die Robert-Bosch-Stiftung, die uns finanziell unterstützt!
  • alle, die zeigen, dass Wasserburg eine offene und bunte Stadt ist!
  • alle Ehrenamtlichen, die unser Patenprojekt erst möglich machen!

Nationenfest 2015 1Nationenfest 2015 5

Herzlichen Dank an euch alle!!! 🙂

Hier könnt ihr den Artikel aus der Wasserburger Stimme dazu lesen!

Nationenfest 2015 3

Infoveranstaltung

Am 4. August informierten uns Herr Dr. Diller vom Landratsamt Rosenheim und Herr Thaler, unser Ehrenamtskoordinator, über die Situation der Asylbewerber in Wasserburg. Voraussichtlich im November wird ein neuer Container beim Krankenhaus für ca. 50 Asylbewerber errichtet.

Vielen Dank für den informativen Vortrag und die Beantwortung der zahlreichen Fragen aus dem Publikum!

Patentreffen im Juli

Zu unserem Patentreffen im Juli kam Herr Lothar Thaler, der Ehrenamtskoordinator in der Asylarbeit der Caritas. Er berät Helferkreise im Landkreis Rosenheim beim Aufbau und bei der Organisation und organisiert Fortbildungen für Ehrenamtliche. Die nächste grundlegende Fortbildung findet ab 06.10.2015 4x dienstags in Rosenheim statt. Wenn Sie sich dafür interessieren, können Sie unter der email: info@bildungswerk-rosenheim.de weitere Informationen anfordern.

Herr Thaler diskutierte mit uns viele Fragestellungen in der ehrenamtlichen Arbeit mit Asylbewerbern, wie z.B. Umgang mit Nähe und Distanz, finanzielle und rechtliche Fragen sowie aktuelle Entwicklungen. Es war ein sehr informativer Abend und wir bedanken und ganz herzlich! 🙂

Wenn Sie Fragen an Herrn Thaler haben, können Sie ihm eine email an lothar.thaler@caritasmuenchen.de schreiben.

Fortbildung für Ehrenamtliche

Das evangelische Bildungswerk Rosenheim (EBW) hat in der Reihe „Pro Viele“ im Mai und im Juli in Wasserburg eine sehr gute Fortbildung für Ehrenamtliche in der Asylarbeit veranstaltet. Die Fortbildung bestand aus 3 Modulen zu folgenden Themen:

  1. Wie können Asylsuchende unterstützt werden?
  2. Rechtliche Aspekte des Asylverfahrens
  3. Beispiele aus der Praxis

28 Teilnehmer wurden zum Thema „Jeder braucht einen Platz“ ausgebildet. Im dritten Modul ging es um die Vernetzung untereinander, mit Organisationen vor Ort und um „good practice, best practice“. Es waren eine Reihe toller Ideen von Teilnehmern dabei, u.a. die Idee, ein monatliches Kaffeetrinken, zu dem jeder etwas mitbringt, als Möglichkeit zur Begegnung von Asylbewerbern und Bevölkerung in Traunstein.

Vielen Dank an Susanne Weiand, die uns die Fortbildung in Wasserburg ermöglicht hat! 🙂
Wenn Sie sich auch für diese Fortbildung interessieren, können Sie sich unter der e-mail: info@ebw-rosenheim.de erkundigen, ob es weitere Termine gibt.

Campfire1979 – Musik zum Mitmachen!

Campfire 1979 klein
Collage: Rieger
Schön war’s, unser kleines Nationenfest
mit der Band Campfire1979
am 13. Juni 2015! 🙂

Da lad ma uns Freund ein, aus allen Ländern dieser Welt.“ Unter diesem Motto stand ein unterhaltsamer Abend rund um das Gemeindehaus der evangelischen Kirche, den die Coverband „Campfire1979“ aus Maitenbeth ursprünglich initiiert hatte. Zusammen mit dem Patenprojekt Asyl konnte so ein gemeinsames kleines nachbarschaftliches und unkompliziertes Fest gestaltet werden, dessen Grundidee ‚Jeder kann musikalisch mitmachen!‘ voll aufging.

Mit Liedern und zahlreichen Rhythmusinstrumenten unterstützten viele der über 50 anwesenden Asylbewerber aus verschiedensten Ländern und der über 100 sonstigen Gäste die beiden Band-Musiker bei ihren Songs. Für eine zwanglose Atmosphäre, bei der es zahlreiche Kontaktmöglichkeiten gab und für kulinarische Vielfalt sorgte auch das von diversen Gästen mitgebrachte Fingerfood. Über alle Generationen hinweg war bis zum Einbruch der Dunkelheit bei allen beste Laune zu spüren.“ (Text: Karlheinz Rieger)

„Große Politik lässt uns im Stich“

Am Dienstag 09.06.2015 nahm unser Landrat Wolfgang Berthaler auf einer Veranstaltung der CSU-Ortsgruppe Wasserburg Stellung zur Asyl- und Flüchtlingspolitik.

Berthaler
Foto: Vonauer (OVB)

„Der Landkreis ist in der Verantwortung, er muss Flüchtlinge unterbringen, 1000 Erwachsene und 200 Jugendliche unter 18 leben derzeit in Stadt und Landkreis Rosenheim, 1400 sieht das Kontingent hier vor. „Die große Politik lässt uns im Stich“, kritisiert er in den Paulaner Stuben. (…) Und gleich zu Beginn dankte er den vielen Helfern, in Wasserburg, denen vom Patenprojekt Asyl, „ohne die ginge es nicht“. (…) Alle unbegleiteten Jugendlichen haben eine Unterkunft, „darauf sind wir stolz“. Gemeistert habe man auch, dass diese Jugendlichen in elf Berufsschulklassen im Landkreis beschult werden und dort zeige sich, dass sie strebsam, sehr wissbegierig seien, schnell und viel lernen wollten. „Das ist eine Aufgabe der Gesellschaft, wir werden diese Leute brauchen, wir sollten sie deshalb herzlich willkommen heißen“, so der Landrat.

Und bei aller Kritik an fehlenden Richtlinien zur Lösung der vielen Probleme, bei fehlender Hilfestellung und fehlenden Finanzmitteln aus Berlin oder München und Kritik an der Verteilung der Flüchtlinge und Asylbewerber in ganz Deutschland, hat Wolfgang Berthaler doch auch eine leichte Veränderung zum Besseren bei der Politik festgestellt. „Formalisten bleiben langsam auf der Strecke, Pragmatiker rücken nach, sie machen die Angelegenheiten schneller und menschlicher“. (…)

Bis zum Jahresende rechnet er mit 2200 bis 2500 Flüchtlingen und Asylbewerbern im Landkreis Rosenheim, „Tendenz steigend“. Seine Forderungen: Der Soziale Wohnungsbau muss wieder gefördert werden (…). Die Verfahren müssen beschleunigt werden, damit sich die Menschen integrieren können, nicht wieder nach ein paar Wochen weggeschickt werden.

„Wir müssen uns dem Problem stellen, zu den Menschen stehen, wir brauchen sie für unsere Wirtschaft. Diese Menschen haben sehr viel durchgemacht und unserer Gesellschaft geht es so gut, dass wir mit ihnen einen Weg gehen können“. (…)

Eine engagierte Asylbetreuerin berichtete von der Wohnsituation der sieben Asylbewerber aus Mali in der Schustergasse. Schon für sieben Leute, eine Gruppe, die seit 2013 zusammen lebt, sei sie zu klein, nun soll ein achter dazu kommen in die Wohnung, wo Küche, Bad und ein Zimmer kein Tageslicht haben. Es gebe, so der Landrat, etliche nicht voll belegte Unterkünfte, manche würden sich einfach nicht miteinander vertragen, „das müssen wir berücksichtigen“. Er verwies auch auf Anfangsprobleme von Flüchtlingen, sie bräuchten Hilfestellungen, um sich unserer westlichen Welt zurechtzufinden, „wir bräuchten zum Beispiel Hygienewarte“.

Eine Lehrerin der Wasserburger Berufsschule erzählte von dem Projekt, das seit zwei Jahren läuft: Asylbewerber lernen an der Schule Deutsch und bei Praktika verschiedene Berufsfelder kennen. Die Schule macht sie fit für eine Ausbildung und die ersten stehen nun kurz vor dem Abschluss. Das Landratsamt entscheidet, ob sie eine Ausbildung machen dürfen, auch ohne abgeschlossenes Verfahren. Sie hatte nur eine Bitte an den Landrat: „Lassen Sie sie eine Ausbildung machen, wenn sie wieder gehen müssen, haben sie eine Ausbildung, mit der sie in ihrer Heimat etwas tun können“.

Sie sei manchmal schon ein bisschen ratlos, meinte Monika Rieger, die sich um die Malis kümmern, seit diese in Wasserburg sind. „Was machen wir, wenn die Helfer abspringen, wie geht es dann mit der Unterstützung weiter?“ Man bräuchte einen Kümmerer für die Helfer, die mitunter bis zu den Grenzen ihrer Möglichkeiten gingen. Für diesen „Rat und Tat“ gebe es eine Stelle bei der Caritas. Wirklich beantworten konnte er diese Frage nicht, wie auch. Es sei quasi immer eine Abenteuertour, eine Pionierleistung ohne Konzept. Es habe sich aber doch vieles getan im Umgang mit dem Thema Flüchtlinge und Asylbewerber, wobei vieles noch verbessert werden müsse im ganzen Landkreis. „Was passiert, wenn es 2000 oder 3000 im Landkreis werden, wie geht es weiter, wenn die Stimmung kippt? Das kann nicht mehr Aufgabe des Landkreises sein“. “ (OVB Vonau)

Hier können Sie eine Artikel dazu in der Wasserburger Stimme lesen.

Runder Tisch zur Asyl- und Flüchtlingspolitik

Am Freitag, den 08. Mai 2015 waren die Landtagsabgeordneten Claudia Stamm und Christine Kamm in Wasserburg.

Claudia Stamm
Foto: Christian Hahn

Hier können Sie einen Bericht über die Veranstaltung lesen.

Vielen Dank, liebe Claudia Stamm und liebe Christine Kamm, für Ihr Kommen!
Es war ein sehr interessanter Nachmittag
und wir freuen uns, dass Sie unsere Fragen und Anliegen mitnehmen! Danke! 🙂

„Wenn wir endlich eine humane Flüchtlingspolitik in Bayern voranbringen und in gute Bahnen lenken wollen, dann brauchen wir das Knowhow und die Einschätzung vor Ort ebenso wie das Wissen um Bedarfe und Nöte von HelferInnen und AsylbewerberInnen. Kurzum: Wir brauchen Ihre/Eure vielfältigen Eindrücke und Erfahrungen!“ (Claudia Stamm)

Danke für euer Engagement!

tag der vereine
Foto: rosenheim24.de

„Der Mehrzweckraum im Feuerwehrhaus in Wasserburg wurde am 02.02.2015 kurzerhand zum Treffpunkt für die vielen Vertreter der Vereine aus dem Stadtgebiet. Schon traditionell wird seit 13 Jahren dieses Dankesagen der Stadt an die Vereine, Einrichtungen und Verbände veranstaltet. (…) „Ehrenamt ist unbezahlbar und wir als Stadt schätzen dieses Engagement von Ihnen allen sehr“ schwärmt der Rathauschef. Das gesellschaftliche Miteinander mache das Stadtleben so lebendig, so Kölbl während seiner Dankesrede. Kein einziger Verein und keine Einrichtung im Stadtgebiet sei wegzudenken, alle würden gemeinsam die Stadt so besonders machen, betont Kölbl.(…) Nach den drei Ehrungen wurden die Urkunden knapp, denn Bürgermeister Michael Kölbl holte alle anwesenden Asylpaten aus Wasserburg nach vorne. „Wir danken Ihnen sehr für das Engagement zugunsten besserer Integration“. Es sei schön zu merken, dass sich Bürger ehrenamtlich für neu in die Stadt gekommene Menschen einsetzen. Dem tollen Einsatz der Asylpaten sei es zu verdanken, dass sich die Asylbewerber, die im Stadtgebiet Wasserburg sind, immer besser zurecht fänden und der Alltag gut laufe. Besonderer Dank galt hier Monika Rieger, die sich für das Patenprojekt Asyl im organisatorischen Bereich besonders engagiere und die Geschicke leite, erklärt Kölbl. Die Patentreffen werden von Renate Mayer koordiniert. Auch ihr wurde durch das Stadtoberhaupt Dank ausgesprochen. „Ich weiß sehr wohl, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist“, so Kölbl. Deshalb freue es ihn sehr, dass der menschliche Einsatz jedes einzelnen engagierten Bürgers ankomme und Wirkung zeige.“ (den ganzen Artikel könnt ihr auf rosenheim24 lesen!)

Jugendliche unbegleitete Flüchtlinge

Frau Beata Bajusz vom evang. luth. Dekanat Rosenheim war am 21. Januar bei unserem Patentreffen als Referentin. Sie ist Projektleiterin zur Förderung der Betreuung und Integration von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Dieses Projekt gestaltet für Kinder oder jugendliche Flüchtlinge einen zusätzlichen Lösungsweg: die Unterbringung in Familien. Frau Bajusz stellte uns dieses Projekt vor.

Wenn Sie Interesse an diesem Projekt haben, dann melden Sie sich bei uns!
Wir leiten Ihre Anfrage dann weiter.

LagerInventour 2014

Eine Veranstaltung des Bayerischen Flüchtlingsrats

Der Bayerische Flüchtlingsrat besuchte vom 06. bis 10. Oktober Flüchtlingsunterkünfte in allen Regierungsbezirken Bayerns. Sie hatten viele interessante Begegnungen und Gespräche mit Menschen aus aller Welt. Was bewegt Asylbewerber in Bayern? Wie leben sie? Wie gehen die Menschen in der Umgebung mit der Situation um?

Lest doch mal hier ihre aktuellen Berichte!

LagerInventour

Oktober 2014

Der Alltag der Wasserburger Asylbewerber wandelt sich.

Die erste Zeit nach der Ankunft in der Stadt war bestimmt von der erneuten Eingewöhnung in eine wieder neue Lebenssituation. Die Übersiedlung aus der Erstaufnahmestelle in die Unterkünfte vor Ort erfordert erneut Flexibilität, Toleranz und Geduld von den Flüchtlingen.

Sie stehen vor der Herausforderung, sich mit unbekannten Personen den ihnen zugewiesenen Wohnraum zu teilen, die tägliche Versorgung und Verpflegung zu organisieren, Behördenschreiben zu deuten und die alltäglichen Vorgänge um sich herum einzuordnen.
Und immer wieder warten, Geduld haben wie es weiter geht.

Die Ankömmlinge in Wasserburg trafen auf eine offene Stadt! Über die vhs und die evangelische Kirchengemeinde wurde noch im Dezember 2013 ein Sprach- und Orientierungskurs organisiert, den alle besuchen konnten. Im April hat sich das Wasserburger Patenprojekt Asyl als Kooperation zwischen Rio Konkret und der ev. Pfarrgemeinde etabliert. Seither gibt es für die Asylbewerber Patinnen und Paten, die Ansprechpartner bei Fragen sind und gemeinsam mit den Flüchtlingen nach passenden Lösungen für die auftretenden Probleme suchen.

Seit einigen Wochen steht für einen Teil der Asylbewerber die Entscheidung des Bundesamtes für Migration bevor, ob ihr Antrag auf Asyl in der BRD angenommen oder abgelehnt wird.

Um dieses Spannungsfeld wenigstens für einen Tag zu verlassen, haben die Paten einen Ausflug auf die Fraueninsel organisiert. In Fahrgemeinschaften ging es nach Gstadt und von dort zur Insel der Irmingard. Bei strahlendem Sonnenschein war die Gruppe aus 14 afghanischen und pakistanischen Flüchtlingen mit zehn Patinnen und Paten unterwegs. Der Rundgang auf der Insel mit den wunderbaren Gärten und Häusern, malerischen Anlegestellen, Kunsthandwerkerangeboten und dem Münster brachte die erwünschte Ablenkung vom Alltag. Die verschiedenen Gerichte aus den zahlreichen mitgebrachten Picknickkörben waren bald verspeist.

IMG-20140928-WA0001

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit im Projekt haben, melden Sie sie einfach über das Kontaktformular. Wir freuen uns! Auf diesem Weg möchten wir uns auch ganz herzlich für die Geld- und Sachspenden, die wir erhalten, bedanken. Vor allem Geldspenden sind willkommen und werden dringend benötigt. Die Ausstattung durch das Landratsamt kann nur das Allernötigste abdecken und manche Gegenstände müssen repariert oder ergänzt werden. Es gibt auch immer wieder unverschuldete finanzielle Notlagen, in denen das Patenprojekt die Asylbewerber unterstützt.

Vielen Dank für Ihre Spenden!

Monika Rieger und Renate Mayer

August 2014 – Ein Fest!

Fest
Fotos: Rieger

„Am Siebten (August) um Sieben“
Wir feiern!

Menschen aus der evangelischen Kirchengemeinde, ehrenamtliche Paten und interessierte Wasserburger feierten gemeinsam mit den hier wohnenden Asylbewerbern ein fröhliches Fest. Das Essen hatten zum größten Teil viele fleißige Köche aus Afghanistan, Pakistan, Mali und Eritrea gekocht – es war köstlich!

Es wurde gemeinsam gegessen, gespielt und gelacht, ein paar junge Männer trommelten und zu später Stunde wurde zu afghanischer Musik getanzt – und für ein paar Augenblicke waren die Sorgen vor der drohenden Abschiebung, die für einige Asylbewerber sehr konkret sind, weit weg.

Im Lauf des Abends  wurde die Geschichte vom barmherzigen Samariter in verschiedenen Sprachen vorgelesen: auf Deutsch, Englisch, Französisch und Bambara (wichtige Sprache in Westafrika), so dass möglichst alle Gäste etwas verstehen konnten.
Angesprochen sind wir alle: Christen oder Muslime, wir alle können Menschen helfen – mit dem, was wir können, was wir haben und was wir teilen.

Herzlichen Dank an alle UnterstützerInnen unseres Patenprojekts!!! 🙂

Zum Anfang

Artikel aus dem Gemeindebrief der ev.-luth.Gemeinde Wasserburg (März 2014)

Gemeindebrief März 14

Advertisements

Kommentar schreiben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s