Archiv der Kategorie: Helfen

unserVETO: Umfrage

Wie ist die Situation der Flüchtlingshelfer:innen heute?

Unser Veto hat im November 2022 eine Umfrage zu folgenden Themen durchgeführt:

  • Anzahl der Flüchtlingshelfer:innen
  • Aufgaben
  • Hilfen
  • Finanzierung
  • Zusammenarbeit mit professionellen Stellen
  • Aufgaben von unserVETO

Was ist der Stand momentan? Hier findet ihr die Ergebnisse im Bericht von unserVETO.

geteilt von Uschi – Dankeschön!

Online-Vortrag: Traumasensibel im Ehrenamt

Einladung des Katholischen Bildungswerks Rosenheim

Derzeit kommen täglich ukrainische Geflüchtete in Deutschland an. Sie stehen oftmals unter dem Eindruck traumatischer Erlebnisse, dem plötzlichen Verlust ihrer Heimat und oft auch ihrer Partner und engsten Vertrauten. Gleichzeitig erleben wir eine große Solidarität mit den geflüchteten Menschen und eine hohe Bereitschaft zu unterstützen. Wir wissen aber auch, dass Menschen, die helfen wollen nicht nur Verständnis über die aktuelle Situation benötigen, sondern auch das richtige Maß an Engagement, wenn sie ihr Angebot länger aufrecht erhalten wollen.

Maria Heller arbeitete lange mit traumatisierten Geflüchteten. Sie bereiste 2019 die Ukraine und kann Eindrücke über die Lebensumstände in diesem Land, das uns allen vor wenigen Wochen noch recht unbekannt war, geben. Im Vortrag geht Maria Heller folgenden Fragen nach:

  • Welche Reaktionen gibt es auf ein solches traumatisches Ereignis? Welche Symptome haben die Geflüchteten aus der Ukraine? Was brauchen sie aktuell von ehrenamtlichen und professionellen Helfer*innen?
  • Wie können sich Geflüchtete gut beruhigen und auf die neuen Umstände einlassen?
  • Wie schaffen es Helfer*innen mit den psychischen Belastungen, mit denen sie in ihrer Arbeit mit Geflüchteten konfrontiert sind umzugehen und selbst stabil zu bleiben?

Hier findet ihr weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung.

Nicht vergessen!

Liebe Unterstützer:innen unseres Patenprojekts,

vielen Dank für euer Engagement, es ist großartig, was alles in den vergangenen Wochen für die Menschen aus der Ukraine auf die Beine gestellt wurde!

In diesen Tagen finde ich es wichtig, daran zu erinnern, dass in unserer Stadt Flüchtlinge leben, die sich seit Jahren um eine Arbeitserlaubnis bemühen, aber nicht bekommen, die einen Sprachkurs besuchen wollen, aber nicht dürfen und die in äußerst schwierigen Wohnverhältnissen leben. Sie sind nicht vergessen!
Die jüngeren unter ihnen besuchen die Schule und brauchen evtl. Unterstützung beim Lernen. Familien brauchen vielleicht Entlastung mit ihren kleinen Kindern. Und alle brauchen eine Aufgabe und das Gefühl hier endlich sicher zu sein. Auch hier ist euer Engagement gefragt!
Aktuell suchen wir Unterstützung

  • für einen jungen Mann, der den Mittelschulabschluss machen möchte
  • für eine junge Mutter, die Deutsch- und Mathenachhilfe für die Berufsschule braucht
  • und 2 Nähmaschinen für unsere Näherinnen aus aller Welt, die sich regelmäßig im Gemeindehaus treffen und schöne Dinge für verschiedene Projekte nähen.
    Update: Die Nähmaschinen sind schon da! Vielen herzlichen Dank!!!

Meldet euch gern über das Kontaktformular. Vielen Dank!

Pro Asyl schreibt dazu:
                                 
„Europa zeigt in diesen Tagen, dass eine menschenwürdige Flüchtlingsaufnahme möglich ist: Millionen Geflüchtete aus der Ukraine werden untergebracht, versorgt, erhalten schnell einen Aufenthaltsstatus und eine Arbeitserlaubnis. In Deutschland wurden Hunderttausende von ihnen aufgenommen. Sie können nun schnell hier Fuß fassen, auch dank der tollen Hilfsbereitschaft von vielen engagierten Menschen. Diese Solidarität ist großartig!

Und auf dieser positiven Erfahrung müssen wir nun aufbauen. Denn wir sagen: Es darf keine Geflüchteten erster und zweiter Klasse geben! Aber leider dürfen andere Flüchtlinge weiterhin monatelang nicht aus Lagern ausziehen oder arbeiten und leben sogar in Angst vor der Abschiebung. Obwohl auch sie vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, Schreckliches erlebt haben, sich große Sorgen um ihre Familie machen. Und obwohl wir doch gerade sehen, dass es auch anders geht.

„Die vergessenen Flüchtlinge“ von Pro Asyl – hier weiterlesen

Sie wollen helfen?

Unterstützung für Menschen aus der Ukraine in Wasserburg

Was machen Sie, wenn Sie …

  • Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel benötigen?
    Wir durften eine Kleiderkammer im kath. Pfarrzentrum St. Jakob in der Färbergasse 4 einrichten. Danke an Pfarrer Bibinger!
    Dort können Sie kostenlos einkaufen.
    Öffnungszeiten:
    Dienstag und Donnerstag 9 bis 11 Uhr, Mittwoch 14 bis 16 Uhr.
  • eine Aufenthaltserlaubnis oder Arbeitsgenehmigung brauchen?
    Sie können diese in der Ausländerbehörde im Landratsamt an Sonderschaltern ohne vorherige Terminvereinbarung beantragen:
    Dienstag und Mittwoch von 13 bis 16 Uhr
  • eine Beratung brauchen?
    Bitte wenden Sie sich an die Caritas, Fachdienst Asyl und Migration:
    E-Mail: eak-ro@caritasmuenchen.de
    Tel. 08031-3531121

Was machen Sie, wenn …

  • Sie Sachen spenden möchten?
    Unser Lager ist derzeit voll. Wenn wir wieder etwas brauchen, melden wir uns.
  • Sie Geld spenden möchten?
    Evangelische Kirchengemeinde Wasserburg, VWZ Ukraineflüchtlinge, DE71711526800000014852.
    Sie bekommen dann eine Zuwendungsbestätigung.
  • Sie ehrenamtlich in unserem Helferkreis mithelfen möchten?
    Den „Unterhelferkreis Realschulturnhalle“ betreut freundlicherweise Ethel Kafka vom Bürgerbahnhof. Deshalb wenden Sie sich bitte an
    ethel.kafka@wasserburg.de
    Tel. 08071-5975286.
  • in Ihrem Haushalt Kinder aus der Ukraine leben, die gerne Kontakt mit anderen Kindern möchten?
    Wir bieten zweimal in der Woche ein Kinderprogramm im evangelischen Gemeindehaus an. Montag und Donnerstag von 15 bis 17:30 Uhr.
    In den Osterferien:
    Montag, 11.4., Mittwoch, 13.4. Dienstag, 19.4. und Donnerstag, 21.4.

    Angebot: Spielen, Sport, Basteln, Singen, Deutschlernen.
  • Sie Wohnraum anzubieten haben?
    Bitte melden Sie sich beim Landratsamt per Mail unter ukrainehilfe@lra-rosenheim.de.
  • Sie Geflüchtete aufgenommen haben?
    Bitte registrieren Sie Ihre Gäste über den Selbstmelder auf der Homepage vom Landratsamt. https://www.landkreis-rosenheim.de/solidaritaet-mit-der-ukraine/#Warum%20m%C3%BCssen%20Sie%20sich%20registrieren
    Nur dann gibt es Sozialleistungen vom Amt.
  • Sie weitere Fragen haben und bei dieser Aufzählung nicht das finden, was sie brauchen? Schicken Sie uns eine E-Mail über das Kontaktformular oder rufen Sie Monika Rieger an.
    Telefon: 08071-8690.

Danke an alle, die mit ihrer Zeit, ihrem Geld und ihren Gebeten mithelfen,
diese Krise zu meistern!

Monika