Aktuell: Wichtige Informationen

Maskenpflicht

In Stadt und Landkreis Rosenheim gilt die Maskenpflicht schon ab heute, Mittwoch 22.04.2020. Jeder muss in öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus und Zug) und in allen Geschäften eine Maske über Mund und Nase tragen. Selbstgenähte Masken oder ein Schal oder ein Tuch sind auch möglich.

Monatliche Geldauszahlung

Alle Asylbewerber, die ihr Geld vom Landratsamt abholen, bekommen einen Brief vom Landratsamt mit einem Termin, wann sie ihr Geld abholen können. Ohne Termin kann man in diesem Monat kein Geld abholen! Das Geld wird vom 27.04. bis 01.05.2020 ausgezahlt. Für diejenigen, die ein Konto haben, wird das Geld am 24.04.2020 überwiesen.

Bitte informiert alle Betroffenen darüber!

Infobriefe

Infos zu Corona in vielen Sprachen

Es gibt von einigen Institutionen ausführliche Informationen zum Umgang mit Corona in vielen Sprachen.

Bitte leitet diese Links an alle weiter, die nicht so gut deutsch sprechen und auf Informationen angewiesen sind!

Von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, ständig aktualisiert:
Coronavirus – Wir informieren in mehreren Sprachen

Handbook Germany: Deutschland von A-Z

Die Johanniter: Basisinfos zu Corona in verschiedenen Sprachen

Ethno-Medizinisches Zentrum e.V.: Neues Coronavirus SARS-CoV-2, Informationen und praktische Hinweise

MiMi-Gesundheitsprojekt Bayreuth: Mediatoren sprechen in ihrer Muttersprache die Tipps zum Umgang mit Corona

MiMi-Gesundheitsprojekt: Flyer in vielen Sprachen zum Ausdrucken (PDF)

Albatros gGmbH Berlin: Umgang mit Covid-19 in vielen Sprachen

Die Apps Wir in Deutschland und Navi-D haben jetzt auch ein Kapitel zu Corona in einfacher Sprache.

 

Aktuell: Wichtige Information für Asylbewerber

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration hat

Wichtige Informationen aus dem Infobrief vom 26. März 2020:

  • Nr. 4 des Infobriefes vom 23. März 2020 wird wie folgt aktualisiert: …

Sofern vom Träger der Flüchtlings- und Integrationsberatung für eine bestimmte Asylunterkunft (ANKER wie auch Anschlussunterbringung) / ein bestimmtes Übergangswohnheim gewünscht und aus Infektionsschutzgründen vertretbar, können die Regierungen (im Falle dezentraler Unterkünfte die Kreis-verwaltungsbehörden) wegen der hohen Bedeutung der Flüchtlings- und Integrationsberatung für die Untergebrachten einzelpersonen- oder gruppenbezogene Ausnahmen zulassen und so bedarfsbezogene Einzelfalllösungen möglich machen.“

  • Beschäftigungserlaubnisse für Erntehelfer

Aufgrund der Corona-Pandemie haben viele Landwirte aktuell die Sorge, dass für Aussaaten und Ernte nicht genügend ausländische Saisonarbeitskräfte nach Deutschland kommen. Ob geflüchtete Menschen als Erntehelfer eingesetzt werden können, ist abhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Sie benötigen in der Regel für die Arbeitsaufnahme eine Genehmigung der Ausländerbehörde sowie ggf. eine Zustimmung der Agentur für Arbeit. Eine Beschäftigungserlaubnis kann erteilt werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür gegeben sind und kein Beschäftigungsverbot (z.B. sicheres Herkunftsland) vorliegt.
Vor diesem Hintergrund hat sich das StMI am 24. März 2020 in Ergänzung des IMS vom 10. Dezember 2019 an die Ausländerbehörden gewandt. Soweit bei Asylbewerbern oder Geduldeten die Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis im Rahmen einer Ermessensentscheidung zu treffen ist, stellt der durch die Corona-Pandemie ausgelöste Bedarf an Erntehelfern einen ermessensrelevanten Gesichtspunkt dar und die beabsichtigte Aufnahme einer Beschäftigung als Erntehelfer steht im öffentlichen Interesse. Sie ist als gewichtiger positiver Ermessensaspekt in die Gesamtabwägung einzustellen.

Staatsministerium des Innern: Herrmann reagiert auf Sorgen bayerischer Landwirte – Asylbewerber Erntehelfer-Job

  • Dublin-Überstellungen

Zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie und zur Verhinderung weiterer Infektionsketten innerhalb der EU wurden alle Dublin-Überstellungen von und nach Deutschland bis auf Weiteres vorübergehend ausgesetzt. Eine nach Dublin-III-VO laufende Überstellungsfrist wird durch diese Entscheidung unterbrochen.

tagesschau.de: Wegen Corona-Virus: Seehofer stoppt Dublin-Abschiebungen (23.03.2020)

Wichtige Information aus dem Infobrief vom 23. März 2020:

Verlängerung von Aufenthaltstiteln, Aufenthaltsgestattungen und Duldungen

Soweit Betroffene, deren Aufenthaltstitel in Kürze abläuft oder bereits abgelaufen ist, glaubhaft vortragen, wegen der Folgen der Corona-Krise (Einreisesperren oder fehlender Flugverbindungen) derzeit nicht in ihr Herkunftsland zurückkehren zu können, sollen die Ausländerbehörden von der Möglichkeit der Verlängerung von Schengen-Visa und ggf. auch von anderen Aufenthaltstiteln Gebrauch machen. Aufenthaltsgestattungen können bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen, Duldungen in geeigneten Fällen jeweils auch ohne persönliche Vorsprache verlängert werden. Bei Duldungsinhabern / Duldungsinhaberinnen bzw. Anspruchsberechtigten, bei denen der Duldungsgrund (Passlosigkeit, Reiseunfähigkeit, etc.) in absehbarer Zeit nicht entfällt, können Duldungen über einen angemessen langen Zeitraum erteilt oder verlängert werden, um Vorsprachen bei der Ausländerbehörde entsprechend gering zu halten. Auch bei der Verlängerung von Aufenthaltsgestattungen sollte entsprechend verfahren werden.

Titel und Beschäftigungserlaubnisse für Ausländer, die im Bereich der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs tätig sind, sollen zur Sicherstellung der Grundversorgung der Bevölkerung prioritär behandelt und verlängert werden.
Soweit einzelne Ausländerbehörden ihren Parteiverkehr einschränken müssen, wird der reguläre Betrieb weiterhin aufrechterhalten. Auf der jeweiligen Homepage informieren die Behörden über die telefonische Erreichbarkeit oder Erreichbarkeit per E-Mail. Sie werden beraten, ob eine dringende Angelegenheit vorliegt, die keinen Aufschub duldet und nur mit persönlichem Erscheinen erledigt werden kann. Dadurch wird sichergestellt, dass durch die Corona-Pandemie den Menschen keine aufenthalts- oder asylrechtlichen Nachteile entstehen.“

Wir denken an euch! Wichtige Petitionen!

Aktuell:
Für alle, die etwas tun möchten und ein Zeichen setzen wollen:
Osteraktionen der Aktion Seebrücke München #LeaveNoOneBehind

Liebe Unterstützer*innen, liebe Freund*innen,

in dieser beonderen Situation ruht in vielen Familien das Leben – und wir haben Zeit füreinander und im besten Fall wachsen wir weiter zusammen. In dieser Zeit ohne Kontakte nach außen sind wir in Gedanken bei allen, die nicht so ein gemütliches Heim haben wie wir. Menschen in den Ankerzentren, auf engstem Raum. Menschen in den Gemeinschaftsunterkünften ohne Garten und ohne Besuche. Menschen an der griechisch-türkischen Grenze. Menschen in den Sammellagern auf Lesbos. Menschen in aller Welt, die jeden Tag um ihr Überleben kämpfen und nun nichts mehr verkaufen können, weil die Straßen leer sind. Menschen, die keine Gesundheitsversorgung haben. Wir denken an euch!

zeit.de: Flüchtlingsunterkünfte – Wenn Abstand halten unmöglich ist (22.03.2020)

zeit.de: Corona auf Lesbos (18.03.2020)

Wir bitten euch alle: Bleibt in Kontakt mit den Menschen, die ihr begleitet – schreibt über Whatsapp, ruft an, schreibt mal einen kleinen Brief. Es gibt ein Betretungsverbot in den Unterkünften, aber eure guten Gedanken dürft ihr schicken.

Alle Infos zur Ausgangsbeschränkung und zur Hygiene findet ihr hier auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Dari.

Die Mitarbeiter*innen der Caritas Migrationsberatung sind nur noch telefonisch erreichbar. Bitte entscheidet, was wirklich dringend jetzt gemacht werden muss und verschiebt alles andere auf später.

Alles Gute für diese besondere Zeit, bleibt gesund und tut das, was ihr tun könnt. Jeder kann etwas mit seinen Gaben tun, nutzt diese Zeit, um etwas Gutes in die Welt zu bringen!

Und eine gute Nachricht gibt es auch:

tagesschau.de: Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt

Petitionen:

Veranstaltungsreihe: Frauen zwischen Verhüllung und Enthüllung – entfällt!

Leider müssen die Veranstaltungen wegen der Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus entfallen.

Ausstellung Frauen

 

Wir laden euch herzlich ein zu einer Veranstaltungsreihe des Landratsamts Rosenheim in Kooperation mit verschiedenen Fachdiensten, unter anderem dem Caritas-Fachdienst Asyl und Migration. Hier findet ihr den Flyer mit allen Veranstaltungen.

Auf 2 Veranstaltungen möchten wir euch besonders hinweisen:

Ausstellung Frauen Konzert

 

Am 12. März findet ein Konzert der Frauen-Band SiEA zugunsten des Vereins Nala e.V. statt, der sich gegen weibliche Beschneidung einsetzt.

Ausstellung Frauen Vortrag

 

 

 

Am 19. März gibt es in der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde ein Vortrag zum Thema „Prostitution und Frauenhandel“.

 

 

Wir freuen uns auf euer Kommen! 🙂

Ein friedliches neues Jahr!

Chiemsee

Liebe Unterstützer*innen, liebe Freunde und Freundinnen unseres Patenprojekts,

wie sind sehr glücklich, dass es Menschen wie euch gibt,

  • die hinschauen, wenn jemand Unterstützung braucht
  • die das geben, was sie geben können – Zeit, Mut, Zuversicht, …
  • die sich nicht mit salonfähig gewordenem Alltagsrassismus abfinden
  • die sich dafür einsetzen, dass alle Menschen in Frieden und Freiheit leben können
  • und die jeden Tag wieder Hoffnung wagen und sich nicht davon abhalten lassen.

Wir brauchen Menschen wie euch, damit Frieden auf Erden werden kann.

Wir sind traurig über die monatlichen Abschiebeflüge nach Afghanistan und in andere Länder, in denen oft Menschen sitzen, die hier jahrelang in die Schule gegangen sind, gelebt und gearbeitet haben. Menschen, die in ein Land gebracht werden, in dem sie niemanden kennen, ein Land, in dem viele noch nie gelebt haben. Sie werden hier herausgerissen, aus allem, was sie sich aufgebaut haben. Auch ihre Arbeitgeber sind fassungslos.

Lest hier von 10 Fällen von Abschiebungen dieses Jahres, die ProAsyl recherchiert hat.

Uns beschäftigt auch die Lage in den Ankerzentren, in denen Menschen über lange Zeit leben müssen.
Und was kommt danach? Wie sollen die Menschen nach so einer langen Zeit der Enge und Perspektivlosigkeit wieder Motivation finden, das Leben „draußen“ positiv zu gestalten? Hoffnungslosigkeit und depressive Gedanken, Angst und Überforderung beschäftigen die Menschen.

Wir denken an die Menschen, die im Mittelmeer ertrunken sind. Wir sind dankbar für den ökumenischen Gottesdienst, den Heinrich Bedford-Strohm und Reinhard Marx von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam mit Vertretern des Islams, der Jesiden und der orthodoxen Kirche im Dezember in München gefeiert haben. Gemeinsam fragen wir uns: „Warum lassen wir das zu?“

Wir freuen uns über gelungene Ausbildungen oder den Start ins Berufsleben von jungen Menschen, die sich voller Engagement und Ausdauer integrieren. Sie schaffen Normalität in der Verschiedenheit und bereichern unsere Gesellschaft. Wir sind stolz auf euch!

Danke, dass ihr alle uns dabei unterstützt, dass Integration und friedlliches gemeinsames Leben möglich ist! Danke, dass ihr euren Mund aufmacht, wenn Menschen hetzen und dabei vergessen, dass sie einfach nur Glück hatten, im „richtigen“ Land geboren zu werden. Danke, dass ihr ein Licht seid, das ausstrahlt auf unsere Gesellschaft! Sie hat es wirklich nötig.

Wir wünschen euch allen ein glückliches, gesundes, friedliches neues Jahr und freuen uns auf das,
was wir miteinander teilen können! 🙂