Aktuell

  • Das Landratsamt vergibt seit Januar keine neuen Arbeits- und Ausbildungsgenehmigungen an Menschen im Asylverfahren aus Ländern mit geringer Bleibeperspektive (das sind alle Länder außer Syrien, Eritrea, Irak, Iran und Somalia), die keinen Nachweis über ihre Identität vorlegen können.
    Das Asylverfahren dauert jahrelang. Menschen werden über einen langen Zeitraum zur Untätigkeit gezwungen, obwohl sie arbeiten und etwas leisten wollen.
    Das Asylverfahren ist eine Einzelfallprüfung. Die allgemeine Bleibewahrscheinlichkeit sagt noch nichts über die Entscheidung im Einzelnen aus. Auch Menschen aus anderen Herkunftsländern können Asyl bekommen. Für Afghanistan liegt die Anerkennungsquote beispielsweise bei 55%.
    Viele Asylbewerber haben aus verschiedenen Gründen keinen Pass. Entweder hatten sie noch nie einen oder sie haben die Papiere auf der Flucht verloren. Für Menschen, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist und die in ihrer Heimat vom Staat verfolgt wurden, ist es nicht möglich, zur Botschaft ihres Landes zu gehen und einen Pass zu beantragen. Damit würden sie sich unter den Schutz des Staates begeben, der sie verfolgt und damit wäre ihr Asylverfahren zu Ende. Ihr könnt hier eine ausführliche Stellungnahme von RA Hubert Heinhold dazu lesen.
    Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat ergänzte hierzu:
    „Im Prinzip gilt es wie bei Heinhold beschrieben. Wenn aber ausschließlich von nichtstaatlicher Verfolgung ausgegangen werden kann, dann ist es für die Betroffenen und ihre Familien auch in der Regel nicht gefährlich, in Kontakt zur Botschaft zu treten. Dies mag manchmal hilfreich sein, und auch vernünftig.“
  • Auf facebook gibt es einen „Offenen Brief an die Menschheit“ von Claudia und Petra Baumgartner. Vielleicht möchtet ihr das teilen.
  • Angesichts der Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern mit großer Kälte und Schnee gibt es eine online-Petition zur Relocation nach Deutschland. Hier könnt ihr diese Petition lesen und unterzeichnen.
    Lest dazu auch diesen Artikel auf spiegel-online: „Wo Menschen an Europa sterben
  • Für Menschen ist psychischen Ausnahmesituationen, die dringend psychiatrische Hilfe benötigen, gibt es ein Krisendienst Psychiatrie.

Danke für euer Engagement!
Wir machen weiter! Wenn nicht wir, wer dann?
Erzählt den Menschen in eurem Freundes- und Bekanntenkreis, was passiert!

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