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Neuigkeiten

Nationenfest am 24.06. in Wasserburg

In Wasserburg findet am 24.06. ab 15.15 Uhr das Nationenfest statt. Wir sind mit einem Stand vertreten – mit leckerem Essen, Infos rund um’s Thema Asyl und tollen Taschen der Selbsthelfer. Wir freuen uns auf euch! Bis dann!

Zeitgleich findet eine Demo am 24.06. in München statt: Es reicht!

Es reicht

 

  • Arbeits- und Ausbildungserlaubnisse:
    Es gibt einen neuen Flyer der Integrationsbeauftragen Kerstin Schreyer. Für alle Asylbewerber, die seit Januar nicht mehr arbeiten durften, besteht eine kleine Chance, dass sie wieder eine Arbeitserlaubnis bekommen. Versucht es beim zuständigen Landratsamt – schriftlich!
    Verdammt zum Nichtstun – Erfahrungen eines afghanischen Berufsschülers

 

  • Petition zur Familienzusammenführung:
    Ab dem 01. April sollen monatlich nur noch 70 Personen (statt bisher 300) von Griechenland nach Deutschland zu ihren Familien gebracht werden. Bereits genehmigte Anträge dauern dadurch bis zu 3 Jahre, bis die Familien sich wiedersehen. Für neue Anträge bedeutet es noch viel längere Wartezeiten.

 

  • Zum Thema Afghanistan:
    Abschiebungen nach Afghanistan werden vorerst bis Juli ausgesetzt. Es sollen aber nach einer neuen Lagebeurteilung weiterhin Straftäter und Gefährder, sowie Menschen, die nicht zur Klärung ihrer Identität beitragen, abgeschoben werden.

    sz: Fragwürdige Asylentscheidungen – Einer muss zurück

    Der Holocaust-Überlebende Ernst Grube fordert in einem Brief an Barbara Stamm einen Abschiebestopp für Afghanen  – sz vom 06.06.2017

 

 

  • Es gibt eine neue online-Sprachlernplattform für Flüchtlinge und Deutsche – SpeaQwith.me. 🙂

Update: Demo 01.06.

Hunderte Menschen demonstrierten für die Schülerinnen und Schüler – siehe Bericht des BR.

Am 31.05. wurde versucht, einen Schüler einer Klasse für Flüchtlinge aus einer Berufsschule in Nürnberg abzuholen, um ihn nach Afghanistan abzuschieben.

Wir – Ehrenamtliche, Lehrer und Sozialpädagogen – fordern eindringlich, dass die 3+2-Regelung endlich verlässlich umgesetzt wird.

Demo 1. Juni

Update: Abschiebeflug verschoben

Der für heute geplante Abschiebeflug nach Afghanistan wird aufgrund einer verheerenden Explosion in Kabul verschoben. Bei der Explosion heute morgen wurde auch die Deutsche Botschaft massiv beschädigt.

Dennoch hält die Bundesregierung daran fest, weiterhin Menschen nach Afghanistan abzuschieben. Der Flug wird nur verschoben. Es wurden schon einige Menschen festgenommen und ins Abschiebegefängnis nach Mühldorf gebracht, um von dort abgeschoben zu werden.

sz: Bundesregierung: Abschiebungen nach Afghanistan weiter zumutbar

Aus Protest gegen diese Politik findet heute Abend (31.05.) die Demo
– nicht wie geplant am Flughafen –
sondern um 19.00 Uhr
an der Feldherrenhalle in München statt.

Abschiebeflug nach Afghanistan am 31.05.2017

Am Mittwoch 31.05. 2017 findet zum 6. Mal eine Sammelabschiebung nach Afghanistan, vermutlich wieder vom Flughafen München, statt. Betroffen sind davon besonders Menschen, die schon lange in Deutschland leben.

Afghanistan ist nicht sicher!
Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnungen für Afghanistan seit dem 22.05.2017 weiter verschärft:

„Bombenanschläge, bewaffnete Überfälle und Entführungen gehören seit Jahren in allen Teilen von Afghanistan zum Angriffsspektrum der regierungsfeindlichen Kräfte. Sie richten sich auch gegen die Verbündeten der afghanischen Regierung, darunter Deutschland, und deren Staatsangehörige. So fanden auch in den letzten Monaten mehrere schwere Anschläge mit zahlreichen Opfern statt, darunter ein Anschlag auf eine Nicht-Regierungsorganisation, dem eine deutsche Staatsangehörige zum Opfer fiel. Das deutsche Generalkonsulat in Masar-e-Scharif, im Norden Afghanistans, wurde bei einem Angriff im November 2016 weitgehend zerstört. Dieser Anschlag kostete mindestens sechs Afghanen das Leben, über 120 Menschen im Umfeld des Generalkonsulats wurden verletzt. …
Vor Reisen nach Afghanistan wird gewarnt. … Wer dennoch reist, muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte einschließlich Entführungen bewusst sein. … Für zwingend notwendige Reisen nach Afghanistan gilt: Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes bleibt gefährlich. Jeder längerfristige Aufenthalt ist mit zusätzlichen Risiken behaftet.“

Was könnt ihr tun?
Kommt zur Kundgebung am Tag der Sammelabschiebung.
WO: Flughafen München, MAC-Forum
WANN: Mittwoch, 31.05.2017, 19.00 Uhr

Wo findet ihr weitere Informationen?
Auf der Seite des Bayerischen Flüchtlingsrates findet ihr alle Informationen über die geplanten Proteste, über die Lage in Afghanistan und wie ihr von Abschiebung bedrohten Menschen helfen könnt.

Gewaltdelikte

Ein Leserbrief von Uschi und Traudi

Tägliche Meldungen über Gewaltdelikte unterschiedlichster Art und Ausprägung erschrecken, verstören und verunsichern. V.a. die scheinbare Unberechenbarkeit und Brutalität mancher Verbrechen entsetzt. Dabei stechen in einer aufgeheizten emotionalen Stimmung die Gewalttaten durch Migranten besonders hervor. Auch wir ehrenamtlichen Helfer fühlen uns davon tief betroffen oder sind selbst Opfer verbaler oder tätlicher aggressiver Angriffe. Gerade deshalb ist uns unverständlich, dass allen Hinweisen auf  antisoziale Verhaltensweisen Einzelner nur ungenügend nachgegangen wird. Wir setzen uns unermüdlich für Aufenthaltsberechtigungen von seit Jahren in Deutschland lebenden Migranten ein, die sich integrieren, lernen, fleißig sind und jede Gelegenheit wahrnehmen, mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu treten – dies ist v.a. während der Unterbringung in den Gemeinschaftsunterkünften nicht immer leicht. Die Steine, die uns dabei von Behörden und Politik in den Weg gelegt werden, sind zahlreich. Die Schwierigkeiten mit nicht-integrationsfähigen Migranten erschweren die  Anstrengungen aller Beteiligten. Wir wünschen uns eine rasche und fachlich kompetente Betreuung bei unangemessenem Auftreten von ALLEN Menschen, um sicher in Deutschland leben, lernen und arbeiten zu können. Und wir wünschen uns eine integrations- und leistungsabhängige Aufenthaltserlaubnis für lange in Deutschland lebende Migranten ohne Schutzstatus.

U. Götzinger und Familie Rottenwaller